Januar 2018

 

Der Weinjahrgang 2018

 

Ein für unsere Breitengrade eher ungewöhnliches, lang anhaltendes Sommerwetter, mit viel Sonne von Mai bis September, prägte das Vegetationsjahr 2018.  Das Jahr war zu trocken und außergewöhnlich warm. Davon profitierte vor allem die Rotweintraube. Sie bildete unter diesen Bedingungen eine intensive Farbe und ein strammes Tannin- und Gerbstoffgerüst aus, darüber hinaus waren, aufgrund der Trockenheit, die Beeren nicht so prall mit Saft gefüllt und brachten so ihre Farb- und Gerbstoffe besonders zur Geltung.

Entsprechend der frühen Blüte, begann auch die Traubenlese bereits Ende August. Schon Ende September war ein Großteil der Ernte eingefahren. Die Ernte-Schlußlichter bildeten die Riesling-Anlagen. Die Riesling-Rebe, als spätreifende Sorte, zog ebenfalls Nutzen aus dem warmen Herbstwetter, weil sie in aller Ruhe, volles Aroma ausbilden konnte.

 

Der Wein ist wie die Handschrift eines Winzers

Erst das Zusammenspiel von Witterung, sorgfältiger Arbeit des Winzers im Weinberg und die große handwerkliche Kunst der Vinifikation im Weinkeller, bringen große Spitzenweine hervor. Die Faktoren getrennt voneinander, sind nur wie einzelne Noten einer Symphonie. Mit jedem Schluck Wein, den wir trinken, spüren wir nicht nur Sonne, Natur und Aromen, sondern auch die Leidenschaft, mit der er ausgebaut wurde.

 

Deshalb sollte man auch eines nie vergessen: es geht beim Wein vor allem uns Eines – IHREN Genuß!

“Ist dieser Wein ein Spitzenjahrgangswein? – Probieren Sie ihn, dann wissen Sie, ob er IHNEN schmeckt und das ist doch am wichtigsten!”

 

 

 

Hier noch einige Weinfakten zum Weinjahr 2018

 

(Auszüge einiger Presseartikel  über den  Wein-Jahrgang 2018)

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"Der Supersommer hat eine reiche Ernte beschert. Viele Winzer müssen aber Trauben am Stock verrotten lassen, weil sie die Hektarhöchstmenge erreicht haben. Einigen Winzern blutet das Herz, wenn sie durch ihre Weinberge gehen: Dort hängen zum Teil noch die vollreifen Trauben, denen der Ausnahmesommer besondere Süße und Üppigkeit beschert hat. Wegen der erreichten Hektar-Höchstmenge dürfen sie aber nicht mehr gelesen werden, sondern müssen am Stock verbleiben oder auf die Erde geerntet werden. „Unsere Vorfahren würden uns verhauen, wenn sie sehen müssten, dass wir dank der Politik diese wertvolle und hohe Qualität nicht ernten dürfen, die uns die Natur nach zwei mageren Jahren geschenkt hat, es tut weh, wenn man das ganze Jahr dafür gearbeitet hat und dazu erzogen wurde, keine Frucht auf dem Feld verkommen zu lassen.“

Auch für Traubensaft und Gelee darf wegen der Mengenbegrenzung nicht geerntet werden, noch nicht einmal als Benefizaktion verschenkt.
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Doch trotz der flächendeckend hervorragenden Mostgewichte werden viele Tonnen an Lesegut entweder destilliert oder weggeworfen – eine Regelung, die Weinbaupräsident Steitz ausdrücklich verteidigt, denn sie soll den Marktpreis stabilisieren.

Mit den auf Ebene der Anbaugebiete neu gebildeten Schutzgemeinschaften soll die Weinwirtschaft mehr Selbstbestimmung erhalten. Dabei geht es um die Anforderungen der Qualitäts- und Landweine – und, wie es beim Weinbauministerium heißt, ausdrücklich beispielsweise auch um die Regelungen zu Mostgewichten und Hektarerträgen.

Die Schutzgemeinschaften könnten sich also in Ausnahmejahrgängen wie dem aktuellen auch für Ausnahmeregelungen stark machen – beispielsweise, um das hochwertige Lesegut für kommende Jahre nutzbar zu machen.

Denkbar, dass diese Fragen in Zukunft häufiger aufkommen, denn die Rekordsommer häufen sich. Die Weinbranche vergleicht das aktuelle Jahr mit den Sommern 1947, 1976 und 2003. Die Abstände: 29 Jahre, 27 Jahre, 15 Jahre. Von Mai bis September 2018 war es im Schnitt 20,3 Grad warm (langjähriger Mittelwert: 17,6 Grad), die Regenmenge lag bei 138 (269) Millimetern.

 

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