Frühling 2019           

 

 

Die Verwirrung ist perfekt

Wenn man derzeit durch die Weinberge spaziert sieht man in vielen Rebzeilen seltsame „Schmuckstücke“ an den frisch umgebogenen Reben hängen.

Bei den braunen Ampullen handelt es sich um so genannte Pheromondispenser. Sie sind die Grundlage, der seit einigen Jahren praktizierten biologischen Traubenwicklerbekämpfung. Die Dispenser enthalten Pheromone, also Sexualduftstoffe des weiblichen Traubenwicklers. Diese Duftstoffe entströmen ganz langsam den ganzen Sommer über.

So duftet es in der gesamten Weinbergsgemarkung nach Traubenwicklerweibchen und die armen Männchen sind verwirrt, weil es ja überall nach dem weiblichen Geschlecht duftet, dass sie gar kein Weibchen mehr finden. So kann es zu keiner Begattung mehr kommen, es werden keine befruchteten Eier abgelegt und die Traubenwickler haben keine Nachkommen mehr.

Etwa ein Drittel der Rebfläche in Rheinhessen sind voll des Dufts der Traubenwicklerweibchen. Da nicht nur die Weinberge selbst abgehängt werden müssen, sondern auch umliegende Gehölze, müssen eine ganze Menge der Ampullen aufgehängt werden. Jeder Dispenser beduftet etwa 20 qm, das entspricht fast 4 Mio. Dispenser die aufzuhängen sind.

 

Der Weinjahrgang 2018

Ein für unsere Breitengrade eher ungewöhnliches, lang anhaltendes Sommerwetter, mit viel Sonne von Mai bis September, prägte das Vegetationsjahr 2018.  Das Jahr war zu trocken und außergewöhnlich warm. Davon profitierte vor allem die Rotweintraube. Sie bildete unter diesen Bedingungen eine intensive Farbe und ein strammes Tannin- und Gerbstoffgerüst aus, darüber hinaus waren, aufgrund der Trockenheit, die Beeren nicht so prall mit Saft gefüllt und brachten so ihre Farb- und Gerbstoffe besonders zur Geltung.

Entsprechend der frühen Blüte, begann auch die Traubenlese bereits Ende August. Schon Ende September war ein Großteil der Ernte eingefahren. Die Ernte-Schlußlichter bildeten die Riesling-Anlagen. Die Riesling-Rebe, als spätreifende Sorte, zog ebenfalls Nutzen aus dem warmen Herbstwetter, weil sie in aller Ruhe, volles Aroma ausbilden konnte.

Der Wein ist wie die Handschrift eines Winzers

Erst das Zusammenspiel von Witterung, sorgfältiger Arbeit des Winzers im Weinberg und die große handwerkliche Kunst der Vinifikation im Weinkeller, bringen große Spitzenweine hervor. Die Faktoren getrennt voneinander, sind nur wie einzelne Noten einer Symphonie. Mit jedem Schluck Wein, den wir trinken, spüren wir nicht nur Sonne, Natur und Aromen, sondern auch die Leidenschaft, mit der er ausgebaut wurde.

Deshalb sollte man auch eines nie vergessen: es geht beim Wein vor allem uns Eines – IHREN Genuß!

“Ist dieser Wein ein Spitzenjahrgangswein? – Probieren Sie ihn, dann wissen Sie, ob er IHNEN schmeckt und das ist doch am wichtigsten!”

 

 

Hier noch einige Fakten zum Verpackungsgesetz ab Januar 2019:

 

 

Das Verpackungsgesetz (VerpackG) ist zum 1. Januar 2019 in Deutschland in Kraft getreten und ersetzt die bis zum 31. Dezember 2018 gültige Verpackungsverordnung. Ziel des Gesetzes ist es, erstens bestimmte Verpackungsmaterialien stärker als bisher zu recyceln und zweitens generell das Müllaufkommen zu reduzieren. Dafür werden die Vorschriften zur Mülltrennung, Entsorgung, Wiederverwendung und zum Recycling verschärft.

1. Lizenzierungspflicht für Verpackungen

Das Gesetz bezieht sich auf die Produkt-, Versand,- und Transportverpackungen. Dies bedeutet für den Winzer eine Lizenzierung der  Flaschen, Verschlüsse, Kartons usw.  die er erstmals gewerblich in Verkehr bringt. Eine Leergutrücknahme kann nicht dagegen gerechnet werden.

2. Beteiligungspflicht an einem Dualen System

Das Verpackungsgesetz verpflichtet auch alle direkt vermarktenden Winzer, sich an einem dualen System zu beteiligen. Die Kosten hierfür  sind abhängig von den in Verkehr gebrachten Verpackungsmengen und  Verpackungsmaterialien pro Jahr. Dafür  muß die Menge/Gewicht aller Verpackungsmaterialien wie: Papier, Pappe, Karton, Versandkartons, Faltschachteln, Packpapiere Glas, Verschlüsse aus Aluminium, Korken usw. errechnet werden

3. Registrierungspflicht im Verpackungsregister

Gemäß § 9 VerpackG muss sich jeder direkt vermarktende Winzer (Inverkehrbringer) bei der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) – www.verpackungsregister.org – registrieren. Ohne diese Registrierung ist es ab dem 1. Januar 2019 verboten, mit Ware befüllte Verkaufs- oder Umpackungen, die beim privaten Endkunden anfallen, gewerbsmäßig in Verkehr zu bringen. Wer dies ohne vorherige Registrierung tut, riskiert ein Bußgeld von bis zu 200.000 Euro. Die Registrierung ist die Voraussetzung für die Teilnahme an einem dualen System und musste daher vor dem Inkrafttreten des Gesetzes erfolgen. Das Register ist öffentlich, so dass jeder Marktteilnehmer (Wettbewerber, Lieferant, Abnehmer sowie die zuständigen Behörden) nachprüfen kann, ob der Winzer ordnungsgemäß registriert ist oder nicht.

 

 

 

 

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