Noch im September - Finale der Lese 2017

 

Eine entspannte Traubenlese im Sonnenschein mit Vesper im Weinberg – so stellt man sich  ganz romantisch den Herbst vor. In diesem Jahr aber war alles anders. 

 

Früher Austrieb und später Frost, das verträgt sich gar nicht. Zwar trieben oft noch Augen nach, aber diese Trauben reifen dann später. Während das Frühjahr warm und trocken war, regnete es dann im Sommer zeitweise Bindfäden. Die Trauben saugten sich voll, die Beerenhaut kam mit dem Wachstum nicht nach und wurde regelrecht gesprengt. Oder die Pergel wurden vom Hagel getroffen – mit ähnlichen Folgen.

 

Die Weinlese hatte dieses Jahr so früh wie nie zuvor begonnen. Bereits Ende August wurden die ersten Trauben gelesen. Der Grund für den frühen Beginn war der extrem frühe Austrieb - und genau der war auch der Grund dafür, dass die Weinlese im September schon zu Ende ging.

 

Durch den Frost am 20. April wurden die bis dato schon weit entwickelten Reben mehr geschädigt als wir vermutet hatten. Der Ertrag betrug  in vielen Weinbergen weniger als die Hälfte der sonst üblichen Menge. Dadurch konnten die Lesemaschinen „viel Strecke machen“, d. h. recht große Flächen innerhalb ganz kurzer Zeit abernten.

 

Die Mostgewichte haben sich insbesondere bei den spätreifenden Rebsorten infolge der Menge-Güte-Relation indessen äußerst positiv entwickelt. Rotweine wurden dieses Jahr nur sehr gezielt und bei absolut gesundem Lesegut bereitet

 

Was also kann man vom Weinjahrgang 2017 erwarten? Einig sind sich da alle nur in einer Beziehung: Mengenmäßig wird er viele Wünsche offen lassen. Qualitätsmäßig werden ganz exzellente Tropfen dabei sein.

 

 

 

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